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Konnektortausch oder TI-Gateway?

Stand: Mit KI erstellt

Konnektoren haben ein Ablaufdatum, weil ihre Zertifikate befristet sind. Wer ein Gerät tauschen muss, steht vor der Wahl: neuer Konnektor oder TI-Gateway. Dieser Artikel ordnet Fristen, Technik und Kriterien ein.

01Warum Konnektoren ablaufen

Im Konnektor steckt eine Gerätekarte, die gSMC-K. Ihr Zertifikat läuft nach etwa fünf Jahren ab. Danach kann der Konnektor keine Verbindung zur TI mehr aufbauen.

Eine Verlängerung ist nach Angaben der gematik nur einmal möglich und nur bei Geräten, die ECC unterstützen. Ältere Konnektoren, die nur RSA beherrschen, lassen sich nicht verlängern.

02RSA und ECC: die wichtigen Daten

RSA und ECC sind zwei Verschlüsselungsverfahren. Die TI stellt vollständig auf ECC um. Davon sind Konnektoren, Ausweise und Kartenterminals betroffen.

Prüfen Sie für jedes Gerät und jede Karte in Ihrer Einrichtung, ob es ECC unterstützt. Ihr TI-Anbieter kann Ihnen das für Konnektor und Kartenterminal sagen.

  • Seit 1. Januar 2026 haben Konnektoren, die nur RSA können, keinen Zugang mehr zur TI.
  • Seit 1. Januar 2026 werden eHBA und SMC-B nur noch mit ECC hergestellt.
  • Bis 30. Juni 2026 waren RSA-Karten (eHBA, SMC-B) nutzbar, seither nur noch ECC-Karten.
  • Die Gerätekarte im Kartenterminal (gSMC-KT) mit RSA ist bis 31. Dezember 2026 nutzbar.

03Einbox-Konnektoren haben ein Enddatum

Auch ein ECC-fähiger Einbox-Konnektor ist keine Dauerlösung. Laut einer Checkliste der gematik für Heilmittelerbringer endet die Zulassung dieser Geräte spätestens 2030. Rechnen Sie daher damit, einen Einbox-Konnektor höchstens bis Ende 2030 nutzen zu können.

Das genaue Ablaufdatum Ihres Geräts hängt vom Zertifikat ab. Lassen Sie es sich von Ihrem Anbieter nennen, bevor Sie über eine Verlängerung entscheiden.

04So funktioniert ein TI-Gateway

Beim TI-Gateway steht kein eigener Konnektor in Ihrer Einrichtung. Die Verbindung in die TI wird in einem Rechenzentrum betrieben, Ihre Arbeitsplätze greifen gesichert darauf zu. Das TI-Gateway gehört zur TI 2.0, die auf dem Zero-Trust-Prinzip aufbaut.

Die Kartenterminals bleiben am Arbeitsplatz, denn Gesundheitskarten und Ausweise werden weiter vor Ort gesteckt. Für die Zukunft plant die gematik ab 2027 ein Verfahren namens PoPP, mit dem der Versorgungskontext ohne Stecken der Karte nachgewiesen werden kann. Das ist bisher geplant und noch nicht im Einsatz.

05Was für ein TI-Gateway spricht

Der wichtigste Unterschied: Sie kümmern sich nicht mehr selbst um ein Gerät mit ablaufendem Zertifikat. Das betrifft vor allem kleine Einrichtungen ohne eigene IT.

Auch der Platz für Konnektor und Netzwerktechnik im Praxis- oder Büroraum entfällt. Was vor Ort bleibt, sind Kartenterminals, Arbeitsplätze und Internetanschluss.

  • Kein Konnektor vor Ort, der getauscht oder verlängert werden muss.
  • Zertifikate und Updates liegen beim Betreiber des Rechenzentrums.
  • Mehrere Standorte lassen sich über denselben Zugang anbinden.
  • Der Zugang passt zur Richtung der TI 2.0.

06Was gegen ein TI-Gateway sprechen kann

Ein TI-Gateway ist nicht für jede Einrichtung automatisch die bessere Wahl. Wägen Sie die folgenden Punkte ab.

Vergleichen Sie die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit mit den Kosten eines neuen Konnektors. Lassen Sie sich dafür von beiden Seiten ein schriftliches Angebot geben.

  • Ohne stabile Internetverbindung gibt es keinen TI-Zugang.
  • Es fallen laufende Monatskosten an, meist mit fester Vertragslaufzeit.
  • Ein Konnektor mit noch langer Restlaufzeit kann vorerst günstiger sein.
  • Ihre Praxis- oder Pflegesoftware muss den Anschluss über ein TI-Gateway unterstützen.

07Entscheidungshilfe

Läuft Ihr Konnektor in den nächsten Monaten ab oder kann er nur RSA, ist der Wechsel ohnehin fällig. Dann ist das TI-Gateway eine naheliegende Option, weil Sie damit kein neues Gerät mit eigener Laufzeit anschaffen. Hat Ihr ECC-Konnektor noch einige Jahre Zertifikatslaufzeit, können Sie den Wechsel planen statt ihn zu erzwingen.

Klären Sie vor der Entscheidung die Fragen aus der Liste. Die Antworten hängen von Ihrem Gerät, Ihrer Software und Ihrem Vertrag ab und sind im Einzelfall zu prüfen.

SANITA systems richtet TI-Gateways über unseren Partner Telekonnekt ein. Je nach Berufsgruppe kostet der Anschluss bei 60 Monaten Laufzeit ab 129 € netto im Monat, dazu einmalig ab 499 € netto. Wer schon angebunden ist, bekommt im Partnershop einen eigenen Wechsler-Tarif. Gern prüfen wir mit Ihnen, ob sich ein Konnektortausch oder der Wechsel lohnt.

  • Wann läuft das Zertifikat Ihres Konnektors ab?
  • Unterstützt Ihr Konnektor ECC?
  • Haben Ihre Kartenterminals eine Gerätekarte mit ECC?
  • Unterstützt Ihre Software den Anschluss über ein TI-Gateway?
  • Wie lange läuft Ihr aktueller Vertrag mit dem TI-Anbieter?

Quellen

Angaben ohne Gewähr. Fristen und Beträge ändern sich; maßgeblich sind die verlinkten Stellen.

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